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Deutsches Rotes Kreuz Dialogplattform

Als Rahmenvertragspartner des Deutschen Roten Kreuz realisieren wir seit über 5 Jahren die Konzeption und Gestaltung des dreitägigen hybriden Events in Berlin für insgesamt über 1.800 Teilnehmende. Hierbei steht der inhaltliche Austausch vor Ort sowie online im Fokus, der durch einen großen Hauptraum sowie Nebenräume in unterschiedlichen Setups unterstützt wird.

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Beyond the Screen – Ganzheitliche Rauminszenierung für hybride Dialog-Plattform

Im Rahmen einer dreitägigen hybriden Veranstaltung in Berlin schufen wir den visuellen Rahmen für einen intensiven strategischen Diskurs und die Erarbeitung zukunftsweisender Visionen. Die Herausforderung bestand darin, die inhaltliche Tiefe der Vorträge durch ein maßgeschneidertes Bühnenbild zu unterstützen und den Teilnehmern – sowohl vor Ort als auch im Livestream – ein konsistentes Erlebnis zu bieten. Um hierbei dem fensterlosen Setting entgegenzuwirken, entwickelten wir ein ganzheitliches Inszenierungskonzept, bei dem eine massive LED-Präsenz als primäre Lichtquelle und gestalterisches Leitelement fungierte. Dies ermöglichte es uns, trotz der baulichen Geschlossenheit eine dynamische und inspirierende Raumtiefe zu schaffen, die sowohl vor Ort als auch im Livestream ihre volle Wirkung entfaltete.

 

Form(at) Hybrides Event mit Livestream, Illustrierte Webseite, Hybride Parallel Sessions, Bühnenbild
Teilnehmerzahl ca. 300 vor Ort + ca. 1500 online
Location
1 großer Hauptraum + 5 Nebenräume
Thema Vorausschauendes Handeln: Ein Jahrzehnt des Lernens - eine Zukunft in einer sich wandelnden humanitären Landschaft
Strategische Ziele
  • Inhaltliche Diskussionen mit Reflektion und Interaktion
  • Vernetzung der Kern-Comunity vor Ort
  • Ausbau des Netzwerks durch niedrigschwellige Online-Teilnahme

 

Die Webseite der Globalen Dialogplattform 2025
Die Webseite der Globalen Dialogplattform 2025 arbeitete mit einer großen Illustration die auch beim Bühnenbild (s.u.) aufgegriffen wurde.

Fokus-Thema

Die Inszenierung der 4,5m × 20m großen LED-Fläche folgte einer klaren visuellen Strategie, bei der die digitale Bespielung und das physische Bühnenbild eine untrennbare Einheit bildeten. Die inhaltliche Wissensvermittlung rückte durch zwei fest definierte Content-Slots in das Zentrum der Aufmerksamkeit, während ein eigens entwickeltes Hintergrund-Design – abgeleitet aus der zentralen Event-Illustration – den physischen Raum optisch erweiterte.

Dieses Setup ermöglichte eine kontextsensitive Bespielung, bei der Hintergründe und Medieninhalte synchron zum Dramaturgieplan variierten. Die besondere Stärke lag hierbei im Zusammenspiel mit der haptischen Gestaltung: Die Positionierung der nachhaltigen Wabenpappen-Elemente wurde exakt auf die digitalen Sichtachsen der LED-Wall abgestimmt. Dadurch gelang es, funktionale Notwendigkeiten wie die barrierefreie Rampe ästhetisch in das Gesamtbild zu integrieren und die visuelle Tiefe der Illustration in den realen Raum zu verlängern.

Das Ergebnis war eine einheitliche visuelle Sprache: Motion Design und der reale Bühnenbau griffen so ineinander, dass eine spürbare Verbindung zwischen Livestream und Präsenzveranstaltung entstand.

 

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Step 1: Darstellung der gesamten Illustration
Step 2: Animierter Zoom-In-Effekt in ein Illustrationsdetail
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Step 3 und 4: Abdunkeln und Einblenden der Präsentation
Die Abdunkelung rückt die Illustration während der Programmpunkte in den Hintergrund

Ablauf

Voraussetzungen
Bereits mit der Auswahl der Location beginnt die gestalterische Planung. Dabei geht es darum, die baulichen Gegebenheiten optimal mit den Zielen des Events zu verknüpfen. In diesem Projekt bildeten die enorme LED-Fläche und die offene Atmosphäre des Raumes das technische Gerüst. Durch eine gezielte Gestaltung haben wir die vorhandene Infrastruktur so weiterentwickelt, dass sie weit mehr als eine Kulisse war: Sie machte das Leitthema der Veranstaltung im gesamten Raum greifbar.


Konzeptionsphase
Das visuelle Fundament der Bespielung bildete eine eigens für das Event und die begleitende Web-Plattform entwickelte Key-Illustration. Unser primäres Ziel in der Gestaltung war eine lichtstarke, großformatige Inszenierung der LED-Fläche, die sowohl ästhetische Brillanz als auch einen direkten inhaltlichen Bezug herstellen sollte. Um visueller Monotonie vorzubeugen, entwickelten wir ein dynamisches Storytelling: Mittels präzise getakteter Motion-Sequenzen wurde gezielt in thematische Teilbereiche der Illustration hinein- und wieder herausgezoomt, um jede Session individuell zu akzentuieren und dadurch den Fokus der Teilnehmenden stets neu zu binden.

Diese digitale Dynamik sollte bereits im Entwurf ihre Entsprechung in der physischen Raumgestaltung finden. Um ein konsistentes Event-Erlebnis zu gewährleisten, integrierten wir die Sponsoren-Logos harmonisch in das Bühnen-Setting. Ein zentraler Aspekt der Planung war dabei die bewusste Materialwahl: Der Einsatz von Elementen aus Wabenpappe unterstrich nicht nur den modernen Designanspruch, sondern zahlte bereits in der Konzeption auf die ökologische Nachhaltigkeit und die zukunftsorientierten Werte des Projekts ein.

 

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Die Ausspielung des Hintergrunds in 4K mit einblendbaren scharfen Full-HD Overlays der Präsentationen erforderte unterschiedliche Ausgabesignale und eine zeitlich abgestimmte Signal-Verarbeitung.
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So war auch die Zuschaltung virtueller Sprecherinnen und Sprecher ohne Ton-Bildversatz möglich.

Umsetzungsphase
Die gesamte mediale Bespielung wurde über ein zentrales Regie-System gesteuert, welches redundant in die lokale Infrastruktur integriert war. Durch ein präzises Pixel-Mapping stellten wir sicher, dass die produzierten Motion-Assets exakt mit der nativen Auflösung der LED-Wand korrespondierten. Ein flexibles Layer-Management ermöglichte es der Regie, die Content-Fenster für Präsentationen und Einspieler individuell zu skalieren sowie animiert ein- und auszublenden – ein entscheidender Faktor für die dramaturgische Freiheit während der Live-Sessions.

Die finale Positionierung der nachhaltigen Wabenpappen-Elemente erfolgte im Rahmen des On-Site-Setups. Durch eine präzise Abstimmung auf die digitalen Bildinhalte sowie das physische Mobiliar entstand ein stimmiges Gesamtbild. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der ästhetischen Integration funktionaler Elemente: Die für die Barrierefreiheit notwendige Rampe wurde durch die strategische Platzierung der Set-Elemente diskret in das Bühnenbild eingebunden, ohne ihre Funktionalität einzubüßen. So rückte die Technik zugunsten einer homogenen Raumästhetik in den Hintergrund.

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Die Bühne aus Sicht des Publikums.
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Die Helligkeit und Farbtöne sowie die Frequenz der LED-Wand wurden bereits im Vorfeld für die Live-Übertragung und die Kameras abgestimmt. So entstand kein Flackern sondern ein dezenter und farblich spannender Hintergrund.

Mehrwert

Die detaillierte Gestaltung eines individuellen Bühnenszenarios ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg hybrider Eventformate. Ein durchdachtes Design schafft nicht nur vor Ort eine beeindruckende Atmosphäre, sondern garantiert auch eine hochwertige Bildästhetik im Livestream. Dabei gilt es, die visuelle Brücke zwischen physischer Präsenz und digitaler Übertragung so zu schlagen, dass beide Zielgruppen ein identisches, erstklassiges Event-Erlebnis genießen. Für das entscheidende Mehr an Dynamik sorgt dabei unser „freier“ Kameramann: Mit Funk-Anbindung fängt er spontane Momente ein und verleiht dem Livestream jene Lebendigkeit, die ein einmaliges Event-Erlebnis perfekt macht.

Auch wenn nicht jede Location über eine LED-Wall dieser Dimensionen verfügt, lassen sich die Kernpunkte unseres Setups als Best-Practice-Modell auf verschiedenste Rahmenbedingungen skalieren:

  • Ganzheitliche Szenografie: Die synergetische Abstimmung zwischen digitalen Projektionsflächen (LED/Leinwand) und physischen Bühnenelementen.
  • Dynamisches Content-Mapping: Eine lebendige, interaktive Bespielung der Bildflächen, die starre Präsentationsmuster aufbricht.
  • Optimierte Sprecher-Inszenierung: Ein Bühnen-Setup, das Vortragende in den Fokus rückt und sowohl im Raum als auch im Kamera-Frame maximale Wirkung entfaltet.
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Der Blick in die Regie
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Zwei stationäre Kameras, geführt durch einen Kameramann von storytile sowie …
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… eine freie Funkkamera …
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… lieferten für die über 1.500 digitalen Teilnehmenden ein lebendiges Bild der Veranstaltung.
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Und auch unser Tonkollegen hatte alles im Griff: Die Tontechnik vor Ort, die Tonmischung im Stream, Verkabelung der Referierenden neben der Bühne sowie das Management und Bereitstellung einer Live-Übersetzung in drei zusätzlichen Sprachen: Vor Ort wie online.
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