Gibt es etwas Besseres, als im tiefsten Winter auf die selbst eingemachten Vorräte zurückgreifen zu können? Der Keller ist dann voller Gläser mit goldgelben Apfelkompott, tiefroten Kirschen oder pikanten Pestos. Und ganz genauso läuft auch optimales Event-Marketing in Sachen Content – ja, ganz genauso... bis natürlich auf den Einmachzucker und die Weckgläser. Aber ein gut gelaufenes Event braucht ebenfalls eine gute Weiterverarbeitung, um nicht nur kurz während der Durchführung Früchte zu tragen, sondern noch lange danach für das Marketing nutzbar zu sein – und ein Live-Blog ist hier der perfekte Erntehelfer.

Vorratskammern voller Content

 

Weckgläser-1

 

Auf den ersten Blick mag es so aussehen, als würde ein Live-Blog nur während des dazugehörigen Events aktiv sein – doch bei gutem Marketing ist das keineswegs so, denn vor allem in der Flashback-Phase direkt nach dem Event wird ein Live-Blog zum besten Content-Vorratslager. Ein Live-Blog bietet dir dann in seiner multimedialen Zusammenstellung eine gut gefüllte Vorratskammer, mit deren Hilfe man das ganze Jahr über neuen Content kreieren kann. Im Live-Blog finden sich alle Bilder und Videos, und besser als in jeder schlichten Bildgalerie sind sie schon umrundet von dazugehörigen Texten, Zitaten und Social-Media-Posts.

Wichtig ist zuallererst: auch wenn man nach dem Event sicher am liebsten die Ruhe genießen will, ist es wichtig, das Marketing nach der Veranstaltung sich selbst überlassen. Ähnlich wie bei einer richtigen Ernte kannst du ja auch nicht die frisch gepflückten Erdbeeren, Kirschen und sonstigen Früchte einfach in den Keller stellen – Monate später würdest du eine unschöne Überraschung erleben, wenn du statt praller Früchte nur noch verfallenes Obst findest. Die richtige Ernte und Aufarbeitung ist also gefragt – und der Live-Blog nimmt dir hier schon mal den Großteil der Arbeit ab.

Häppchen für die sozialen Netzwerke

 

Korb

 

Der Live-Blog bietet bereits eine optimale Dokumentation deines Events, denn hier finden sich alle Highlights gesammelt. Darum am besten schon am Folgetag des Events ein Mailing an alle Teilnehmer und Newsletter-Abonnenten verschicken (auf Wunsch erstellt dir storytile im Nachgang auch eine Mail mit den Highlights und Links zum Blog, die du dann nur noch verschicken musst). Damit kann ganz unmittelbar nach dem Event noch einmal das ganze Ereignis für alle spürbar werden. Besonders wichtig sind hier die Speaker: Sie solltest du gezielt ansprechen, damit sie Live-Blog-Inhalte über sich (sofern sie das nicht ohnehin schon getan haben) in ihren sozialen Netzwerken posten. Und auch für die Kollegen gilt: einfach mal fragen, was ihre Highlights waren und sie darum bitten, dass sie diese Teile des Live-Blogs auf ihrem Social-Media-Account sharen. Das multipliziert die Reichweite des Live-Blogs um ein Vielfaches.

Aus dem Live-Blog-Kochtopf in die Bildergalerie

 

Kochttopf-1

 

Aber die Weiterverarbeitung der Live-Blog-Ernte geht noch weiter: mit storytile Suite kann man mit nur wenigen Klicks eine Bildergalerie erstellen. Auch diese lässt sich gut in den sozialen Netzwerken teilen, an wichtige Kunden und Journalisten verschicken oder gleich auf deiner Homepage einbinden. Und sogar die Videos und Besucher-Statements des Live-Blogs finden im Nachgang eine neue Form: aus ihnen kann man ein Image-Video zaubern, das dich und dein Event nochmal umfassend darstellt. Mit dem Material aus dem Live-Blog hast du schon mal die besten Aussagen, die du nur noch neu zusammenstellen musst.

Neue Rezepte für den Content

Denn wie bei allen eingemachten Dingen gilt: noch besser schmeckt die Ernte, wenn sie neu und kreativ weiterverarbeitet wird – die eingemachten Kirschen kommen am besten in einen Kuchen, und die wichtigsten Zitate von Speaker A runden sich zu einem neuen Artikel zu Thema X. Und noch mehr: die gesammelten Posts des Live-Blogs können zu ganz neuen Rezepten inspirieren – wie wäre es zum Beispiel mal mit einem (Online-)Kundenmagazin, das auf dem Live-Blog fußt und nochmal das Best of der Konferenz oder des Events zusammenfasst? Sogar – oder vor allem! – in unseren digitalen Zeiten kann ein Print-Produkt, das nochmal das Event pointiert zusammenfasst, Kunden überraschen und tiefergehend informieren.

Im Mittelpunkt steht, dass du dich als Experte in den Themen des Events ausweist und so Schritt für Schritt deinen Ruf als Meister deines Fachs verstärkst. Du darfst also deiner Kreativität ruhig freien Lauf lassen, denn ähnlich wie beim Einkochen und Backen gilt: erlaubt ist, was (dem Kunden) schmeckt. Die Flashback-Phase bietet dir hier den perfekten Zeitpunkt, um den Content für ein ganzes Jahr zu planen.

Ein Kochbuch für den Content

 

Kochbuch

 

Der beste Tipp dafür: greift doch mal auf das gute alte Papier zurück. Druckt den Blog aus, hängt ihn an die Wand und wertet ihn so genau aus. Welcher Post kann für Social Media - und vor allem für welchen Kanal - benutzt werden? Welche Beiträge können ein guter Einstieg für neue Artikel und weitere Posts sein? Wie soll das zeitlich gestaltet werden, welche Posts sollen im Laufe des Jahres zu welchen Gelegenheiten neu verwertet werden? Hängt der Blog mal ausgedruckt an der Wand, hat man eine ganz neue Perspektive darauf und erkennt oft so das ganze Potential des gesammelten Contents-Vorratslagers - das so zu einer Strategie für das ganze Jahr ausgebaut werden kann.

Es müssen übrigens nicht nur die Themen des Live-Blogs selbst sein, die Nahrung für neue Inhalte sein können. Der Live-Blog kann selbst noch nach dem Event mit neuen Inhalten erweitert und vertieft werden.

Zum Beispiel lohnt sich hier Folgendes:

  • das Beantworten offener Fragen von Teilnehmern;
  • weiterführende (Download)Links zu einzelnen Themen;
  • Hintergrundartikel für mehr Tiefe;
  • eine schöne Abrundung mit einem guten Abschlusskommentar.

Wenn noch einige neue Inhalte dazukommen, lohnt es sich, den jetzt erweiterten Blog noch einmal allen Teilnehmern und Newsletter-Abonnenten zu schicken. Denn ja, auch der Live-Blog wird dann weiterverarbeitet: zu einem noch viel umfassenderen Flashback-Blog.

Die Rezeptesammlung für den nächsten Live-Blog

Nicht zuletzt ist es wichtig, dass du die Flashback-Phase auch für eines nutzt: für Statistiken. Du willst ja nicht nur, dass deinen Kunden und Teilnehmern alles gut schmeckt, sondern dass es auch möglichst vielen davon gut schmeckt. Anhand der Blog-Statistik bei storytile kannst du leicht erkennen, welche Inhalte am meisten gefallen haben – und was du daraus fürs nächste Event für Schlüsse ziehen kannst.

So vorbereitet stehen das ganze Jahr über Materialien zur Verfügung, um noch viel mehr aus dem Live-Blog zu machen – bis zum nächsten Event! Die Flashback-Phase sorgt in jedem Fall für die beste Content-Speisekammer!

Geschrieben von Dr. Diana Mantel  am 25.9.2019

Dr. Diana Mantel

Dr. Diana Mantel arbeitet als Corporate Communications Expert bei storytile - und kümmert sich neben dem Liveblogging auf Events auch um alle Themen rund um Blogging und Co.